GESCHÄFTSBERICHT 2024
Wie in den zurückliegenden Wirtschaftsjahren hat sich die internationale Weltlage nicht verbessert, sondern verschlechtert. Unsere Wirtschaft in Deutschland stagniert zum Teil, Betriebe melden verstärkt Insolvenz an, die Produktion geht aufgrund der steigenden Kosten insbesondere der Energiekosten ins Ausland. Die Preise für bestimmte Rohstoffe, Dienstleistungen und Produkte werden teurer und es treten auch Lieferengpässe besonders bei Baumaterialien und Ausrüstungen auf und der Baukostenindex steigt kontinuierlich. Dies hat auch für unsere Genossenschaft deutliche Auswirkungen.
Womit beschäftigte sich der Aufsichtsrat in seinen Beratungen?
Der Aufsichtsrat hat im Wirtschaftsjahr 2024 insgesamt 8 interne Beratungen und 6 Beratungen gemeinsam mit dem Vorstand durchgeführt.
Mit folgenden Themen hat sich der Aufsichtsrat in 2024 beschäftigt:
- Die Sicherung eines positiven Ergebnisses für unsere Genossenschaft und die Einhaltung des Wirtschafts- und Finanzplanes für das Wirtschaftsjahr 2024. Dazu diente die quartalsweise Auswertung des Soll-Ist-Vergleiches.
- Diskussion zum Entwurf zum Wirtschafts- und Finanzplan 2025.
- Viel Zeit hat die Bewertung der Bewerbungsunterlagen für den neuen kaufmännischen Vorstand inklusive der Auswahlgespräche in Anspruch genommen. Dazu wurde in den jeweiligen Vertreterversammlungen berichtet.
- Kontrolle der in der langfristigen Konzeption für das Wirtschaftsjahr 2024 festgelegten Maßnahmen. Einer der Schwerpunkte war die Realisierung der geplanten Aufzugsverlängerungen in den 5 Aufgängen und Aufzugsinstandhaltung der bestehenden Aufzugsanlagen. Der Termin- und Kostenplan für die Aufzugsverlängerungen wurde dank des besonderen Einsatzes des Vorstandes und der Mitarbeitenden der Geschäftsstelle eingehalten. Die Aufzugsverlängerungen und die damit in Verbindung stehende Neugestaltung der Eingänge wurden von den Genossenschaftsmitgliedern als sehr positiv bewertet. Hierzu erhielten der Vorstand und der Aufsichtsrat Dankschreiben von Mitgliedern.
- Ein weiterer Schwerpunkt war für die Sicherheit der Mieter in der Thomas-Mann-Straße und Hanns-Eisler-Straße die Planung für die Feuerwehrumfahrung. Diese Maßnahmen können jedoch erst im 4. Quartal 2025 beendet werden, da dafür Bäume gefällt und die Brutsaison der Vögel berücksichtigt werden müssen. Es ist nach Abschluss der Arbeiten eine Ersatzpflanzung für die gefällten Bäume geplant.
- Stets wurde auch der Stand der Instandhaltung und Modernisierung von Leerraumwohnungen im Auge behalten. Die Genossenschaft ist dabei auf einem guten Weg, trotz der Steigerung der Kosten für diese Sanierungen.
- Gemeinsam mit dem Vorstand wurden die 3 Vetreterversammlungen vorbereitet und Durchführung eines strukturierten Auswahlverfahrens für den Kaufmännischen Vorstand.
- Den Aufsichtsrat erreichten mehrere Anfragen zur Bewerbung für Wohnraum, technischen Störungen (meist der Aufzüge) und Bewerbung von Dienstleistungsfirmen, die zuständigkeitshalber an den Vorstand weitergeleitet wurden. Hinweise und Kritiken von den Mitgliedern aus der Satzungskommission wurden zum Teil persönlich beantwortet oder in persönlichen Telefonaten besprochen.
- Es erreichten uns auch Danksagungen für Geburtstagsgrüße und für Jubiläen.
Analog wurden die Schwerpunkte, die der Aufsichtsrat in seinen internen Beratungen behandelte, in den gemeinsamen Beratungen mit dem Vorstand besprochen.
- Die Sicherung eines positiven Ergebnisses für das Wirtschaftsjahr 2024 auf der Grundlage des Wirtschafts- und Finanzplanes anhand des quartalsweisen Sol-Ist-Vergleichs. Dabei wurden in den gemeinsamen Sitzungen durch den Aufsichtsrat Ergänzungen, Erläuterungen und Anpassungen vom Vorstand erbeten. Regelmäßig wurde durch den Vorstand über den Personalbestand- und Entwicklung berichtet.
- Die Nutzungsentgelderhöhung und Anpassung der Stellplatz- und Garagenmieten, die in gleicher Weise auch in den Vertreterversammlungen diskutiert wurden.
- Für die Erarbeitung der Grundsätze für die Nutzungsentgelte wurde um einen regelmäßigen Sachstandbericht vom Vorstand gebeten, da diese Grundsätze in 2025 der Vertreterversammlung zur Abstimmung vorzulegen sind.
- Stand der Betriebskostenentwicklung, da für bestimmte Dienstleistungen und für die Grundsteuer erhebliche Kostensteigerung auf die Genossenschaft zukamen.
- Diskussion und anschließende Bestätigung des Wirtschafts- und Finanzplanes für das Wirtschaftsjahr 2025.
- Als ein Instrument zur Verbesserung der Kommunikation mit den Vertreterinnen und Vertretern sowie Genossenschaftsmitgliedern wurden durch den Vorstand Informationsveranstaltungen zum Beispiel zum Nutzungsentgelt, zu unserem Genossenschaftszentrum, energetische Versorgung des Anschlusses des Blümchenviertel an das Fernwärmenetz sowie zur Gewinnung von Ersatzvertretern durchgeführt.
- Ebenfalls im gemeinsamen Fokus AR und VS stand regelmäßig der Sachstandbericht zur Planung des Neubaus unseres Genossenschaftszentrums.
- Ein weiterer Komplex ist der Glasfaserausbau aufgrund des sich ständig erhöhten Datenvolumens durch Home-Office im Wohngebiet. Nach schwierigen Vertragsverhandlungen mit mehreren Anbietern konnte nun endlich der Vertrag mit einem Anbieter abgeschlossen werden.
Welche wirtschaftliche Lage ist in unserer Genossenschaft im Wirtschaftsjahr 2024 aufgetreten?
Das Geschäftsjahr 2024 haben wir wieder mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen.
Durch unser Prüforgan, dem BBU, wurde für das Wirtschaftsjahr folgendes Ergebnis bestätigt:
- Die durchschnittliche Nettokaltmiete je Wohnungseinheit beträgt 5,46 € je qm. Das liegt erheblich immer noch unter anderen Kaltmieten in Berlin, die bei 6,00 bis 6,50 € je qm im Durchschnitt liegt.
- Unsere Zahlungsverpflichtungen wurden stets fristgemäß eingehalten.
- Der Leerstand lag bei 1 % gegenüber 2023 bei 1,2 % und liegt unter 2 % und ist somit sehr positiv gemäß Einschätzung durch unser Prüforgan im Vergleich des Durchschnitts in Berlin.
- Für die Instandhaltung, Werteverbesserung und -Erhaltung unserer Gebäude durch Investitionen wurden 6.556,5 T€ ausgegeben, das entspricht 24,19 € je m². Das liegt unter dem des Jahres 2023.
- Die Eigenkapitalquote liegt bei 75,25 %. Der Durchschnitt bei Berliner analoge Genossenschaften liegt zwischen 25 und 75 %. Eine Eigenkapitalquote von 75,25 % ist ein sehr gutes Ergebnis und zeigt ein gesundes finanzielles Fundament unserer Genossenschaft an. Sie deutet auf eine hohe Stabilität und geringes Insolvenzrisiko hin.
- Die Restschulden je m² Wohn- und Gewerbefläche in unserer Genossenschaft betragen 116,39 € je m², der Durchschnitt von Berliner Genossenschaften liegt zwischen ca. 200,00 und 350,00 € je m². Somit ebenfalls ein sehr positives Ergebnis.
- Neue Kredite wurden nicht aufgenommen.
Dieses positive Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 haben wir durch die besondere Leistungsbereitschaft des Vorstandes, der Mitarbeitenden in der Geschäftsstelle und der Hausmeister erreichen können. Dafür bedankt sich der Aufsichtsrat ausdrücklich!
Auch möchte sich der Aufsichtsrat bei den Vertreterinnen und Vertretern und den Mitgliedern in den Kommissionen für ihre aktive Mitarbeit sowie über das entgegengebrachte Vertrauen gegenüber dem Aufsichtsrat und Vorstand bedanken.
Berlin, 26.05.2025



