GESCHÄFTSBERICHT 2025

BERICHT DES AUFSICHTSRATES
ZUM GESCHÄFTSJAHR UND
ZUM JAHRESABSCHLUSS 2025

Die deutsche Wirtschaft befand sich zum Jahresende 2025 weiterhin in einem Spannungsfeld zwischen einem herausfordernden außenwirtschaftlichen Umfeld einerseits und einer schrittweisen binnenwirtschaftlichen Stabilisierung andererseits.

Sie verzeichnete 2025 ein sehr schwaches Wachstum, wobei das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen um lediglich 0,2 % gegenüber dem Vorjahr stieg. Damit schrammte Deutschland knapp an einem dritten Jahr in Folge ohne Wachstum vorbei. Die Erholung wird maßgeblich durch den privaten und öffentlichen Konsum getragen, während die Industrie weiter unter Strukturwandel und Schwäche leidet.

Aufgrund der anstehenden umfangreichen Aufgaben für unsere Genossenschaft und den Entwicklungen der Wirtschaftslage in Deutschland hat der Aufsichtsrat

  • 16 interne Beratungen
  • 6 Beratungen mit dem Vorstand
  • 1 Fortsetzung der Vertreterversammlung aus dem Monat Dezember 2024
  • 3 planmäßige Vertreterversammlungen
  • 2 Gesprächsrunden mit den Vertretern zur Verbesserung der Kommunikation durchgeführt.

In seinen internen Beratungen und den gemeinsamen Beratungen mit dem Vorstand waren folgende Schwerpunkte maßgeblich:

  • Besondere Bedeutung hatte, trotz der gestiegenen Preise in der Wirtschaft, die Sicherung eines positiven Ergebnisses für unsere Genossenschaft sowie die Einhaltung des Wirtschafts- und Finanzplanes für das Wirtschaftsjahr 2025. Die quartalsweise Auswertung des Soll-Ist-Vergleichs war die gemeinsame Arbeitsbasis des Aufsichtsrates und des Vorstandes dafür.
  • Große zeitliche Ressourcen hat die Ausschreibung, das Bewerbungsprozedere der Auswahl, die persönlichen Gespräche mit potentiellen Bewerbern für den kaufmännischen Vorstand gebunden. In der Vertreterversammlung im Juni 2025 folgten die Vertreter mehrheitlich unserem Vorschlag und beauftragten den Aufsichtsrat, einen Anstellungsvertrag mit unserem neuen kaufmännischen Vorstand zu schließen.
  • Der vom Vorstand erstellte Wirtschafts- und Finanzplan für das Jahr 2026 wurde in gemein-samen Sitzungen des Aufsichtsrates mit dem Vorstand diskutiert und durch den Aufsichtsrat einstimmig bestätigt.
  • Die in der langfristigen Konzeption vereinbarten Maßnahmen in 2025 – vor allem die geplanten Aufzugsverlängerungen und deren Umsetzung – waren ein Schwerpunkt in unseren gemeinsamen Sitzungen. Der Vorstand initiierte Informationsrunden mit den Mietern der betroffenen Aufgänge. Aufgrund der guten und umfangreichen Leitung durch die Mitarbeiter des Technischen Bereichs – insbesondere des Technischen Vorstands – wurde der Termin- und Kostenplan eingehalten. Von Mitgliedern der betroffenen Aufgänge erhielt der Vorstand mehrfach ein positives Feedback. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen beteiligten Mitarbeitern in der Geschäftsstelle und dem Technischen Vorstand für die gute organisatorische und technische Umsetzung.
  • Die Planung und bauliche Umsetzung der Feuerwehrumfahrungen war ein wichtiges Thema unserer gemeinsamen Sitzungen. Sie sind ein wichtiges Erfordernis an unsere 11-stöckigen Häuser zur Sicherung unserer Genossenschaftsmitglieder bei außergewöhnlichen eintretenden Situationen wie z. B. Feuer. Diese Maßnahme wird kontinuierlich verfolgt, auch wenn manchmal Veränderungen an den Grünflächen und der Baumkultur nicht ausgeschlossen werden können.
  • Zum Neubau des Genossenschaftszentrums und der Sanierung des Ärztehauses Greifswalder Straße 123 wurde in den gemeinsamen Beratungen und in den Vertreterversammlungen umfangreich diskutiert. Im Januar 2026 erhielten wir den durch das Bezirksamt Pankow bestätigten Bauantrag nun endlich – ein weiterer Meilenstein für die Umsetzung dieser Baumaßnahme. Der Aufsichtsrat wird dieses Projekt kontinuierlich begleiten und gemeinsam mit dem Vorstand in den Vertreterversammlungen und Informationsveranstaltungen dazu berichten.
  • Die Durchführung der Instandhaltung und Modernisierung der Leerwohnungen war ein weiterer Schwerpunkt für den Aufsichtsrat und Vorstand in den gemeinsamen Beratungen. Trotz der ständig steigenden Kosten wurde diese Maßnahme noch in verträglichen Preisen gehalten.
  • Abfrage der Sicherung des Glasfasernetzausbaus, zur Verbesserung der Datenübertragung und des Datenvolumens in unserem Wohnkiez. Dieses ist erforderlich aufgrund der Zunahme der Home-Office-Arbeiten.
  • Unsere Genossenschaft hat aufgrund ihrer Erfahrungen und konkreten Hinweise dazu beigetragen, dass eine neue DIN (Gebäude-TÜV) in Deutschland nicht in Kraft gesetzt wurde. Dadurch konnten je nach Wohnungsgröße Nebenkosten von monatlich 100,00 bis 200,00 Euro abgewendet werden.
  • Rege Diskussionen gab es bei der Anhebung des Nutzungsentgelts für unsere Wohnungen, Stellplätze und Garagen. Vom Vorstand in gemeinsamer Abstimmung mit der Entgeltkommission wurden die „Grundsätze für die Gestaltung der Nutzungsentgelte“ den Vertretern in der Vertreterversammlung im Dezember 2025 unterbreitet. Die Vertreter bestätigten dieses als Arbeitsgrundlage für den Vorstand.
  • Der Berliner Senat verfolgt das langfristige Ziel, Berlin bis zum Jahr 2045 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln. Mit diesem ambitionierten Klimaschutzziel reagiert Berlin – wie viele andere interna-tionale Metropolen – auf die Gefahren des Klimawandels und leistet seinen Beitrag zur Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015. Unsere Genossenschaft ist ein Teil Berlins und wir werden unseren Teil dazu beitragen.
  • Noch immer sind 26,9 % unseres Bestands an Wohnungen mit Gaseinzelheizungen. Eine wichtige Maßnahme in unserer langfristigen Konzeption ist der Anschluss dieser Wohneinheiten an das Fernwärmenetz. Vorbereitende Planungen zur baulichen Umsetzung sind für die Cohnstraße erfolgt. Vor der baulichen Umsetzung wird der technische Bereich kontinuierlich mit jedem Mieter in seiner Wohnung über den Umfang der Maßnahme und die individuellen Auswirkungen sprechen. Somit wird der jetzige Bestand von 68,6 % der Wohnungen, die mit Fernwärme und Warmwasser versorgt werden, weiter erhöht.
  • Anfragen, Kritiken und Hinweise von Genossenschaftsmitgliedern und Vertretern wurden je nach Inhalt ausgewertet und beantwortet bzw. zuständigkeitshalber an den Vorstand weitergeleitet. Besonders betraf dies im Geschäftsjahr 2025 das Prozedere der Wohnungsvergaben und die Kommunikation zwischen den Gremien untereinander.
  • Zur Verbesserung der Kommunikation und zur Verbesserung des Informationsflusses untereinander wurden Infoveranstaltungen für Mitglieder und Gesprächsrunden mit den Vertretern eingeführt.
  • Für ein besseres Miteinander und zur Festigung des Genossenschaftsgedankens wurden durch die Geschäftsstelle, vornehmlich durch Herrn Mirko Voigt, zwei gemeinsame Fahrten zum Genossenschaftsmuseum in Delitzsch organisiert. Diese Fahrten wurden durch die Vertreter und Genossenschaftsmitglieder sehr gut angenommen, sodass im Jahr 2026 weitere Fahrten in das Umland von Berlin organisiert werden. Unser Dank gilt Herrn Voigt für die sehr gut organisierten Fahrten.

Welche wirtschaftlichen Ergebnisse konnte unsere Genossenschaft im Wirtschaftsjahr 2025 erreichen?
Entsprechend dem Prüfergebnis unseres Prüforgans, dem BBU, wurden im Wirtschaftsjahr 2025 folgende Ergebnisse erzielt: Die Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft war geordnet. Die Zahlungsfähigkeit war gesichert.

Die Ertragslage wurde maßgeblich von der Erhöhung der Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftungstätigkeit beeinflusst. Diese resultierten insbesondere aus um 1.204,5 T€ gestiegenen Sollmieten und um 443,6 T€ gestiegenen Umlageerlöse, denen um 25,7 T€ gesun¬kene Erlösschmälerungen gegenüberstanden.

Der Leerstand unserer Wohnungen wurde gegenüber dem Vorjahr von 0,99 % auf 0,95 % im Wirtschaftsjahr 2025 gesenkt. Die Kündigungsrate ist ebenfalls gegen¬über 2024 gesunken. Sie betrug im Vorjahr 224 Wohnungen und im Wirtschaftsjahr 2025 187 Wohnungen. Auch ist die Fluktuationsrate gegenüber dem Vorjahr von 5,06 % auf 4,23 % abgefallen.
Das durchschnittliche Monatsentgelt je qm betrug 5,80 €. Somit ist unsere Genossenschaft wiederum im Raum Berlin eine Genossenschaft mit einem sehr niedrigen Nutzungsentgelt, was sich positiv auf den Leerstand, auf die Kündigungen und die Fluktuation auswirkte.

Eine ordnungsgemäße Geschäftsführung wurde festgestellt, im Rahmen der Prüfung ergaben sich keine Hinweise darauf, dass die Einrichtung der Genossenschaft nicht dem Fördergedanken gemäß § 1 Abs. 2 GenG entsprach.

Aufgrund der guten Arbeit des Vorstandes und der Mitarbeiter in der Geschäftsstelle konnte das Geschäftsjahr 2025 wiederum mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Dafür möchte sich hiermit der Aufsichtsrat beim Vorstand und bei allen Mitarbeitern in der Geschäftsstelle bedanken.

Auch gilt unser Dank den Vertretern für ihre Arbeit in ihren Wahlbezirken sowie in den Kommissionen und dem Beirat. Auch möchten wir uns als Aufsichtsrat bei den Genossenschaftsmitgliedern bedanken, die in diesen ehrenamtlichen Gremien weiter an der Gestaltung unserer Genossenschaft mitgearbeitet haben.

Berlin, 15.05.2026

Gerhard Ehrig Caroline Oppermann
Aufsichtsratsvorsitzender
der WBG Zentrum eG
Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende
der WBG Zentrum eG
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