Was waren in diesem Jahr Meilensteine? Welche herausragenden, zukunftsweisenden Projekte konnten umgesetzt oder angestoßen werden?
Eichberg: Die meisten Projekte sind sehr komplex unddurchlaufen mehrere Phasen. 2025 haben wir vieleVorüberlegungen getroffen und geplant. In die konkrete Umsetzung gehen wir in 2026 und den Jahren danach.Hier denke ich etwa an den Neubau unseres Genossenschaftszentrumsin der Greifswalder Straße oder dieSanierung des Ärztehauses auf demselben Gelände, an die Strangsanierungen in 128 Wohnungen in der Cohnstraße und Greifswalder Straße. Projekte, die unseren Bestand insgesamt betreffen und die über mehrere Jahre laufen, wie Feuerwehrumfahrungen und Aufzugsverlängerungen samt dem barrierefreien Neubau der jeweiligen Hauseingänge, konnten wir auch 2025 voranbringen. Eines der größten Vorhaben ist aber tatsächlich die Modernisierung unserer Genossenschaft im Inneren. Schließlich bildet diese Neuausrichtung die Basis für unsere Zukunft. Dass wir für diesen Prozess die ersten Schritte gegangen sind und positive Veränderungen anstoßen konnten, werte ich als unseren größten Erfolg.
Wenn man zurückschaut, bleibt meist das Gute. Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie auf das genossenschaftliche Jahr 2025 blicken?
Monique Schernell: Wenn ich zurückblicke, denke ich zunächst an meinen Start bei der WBG Zentrum und vor allem an die herzliche Aufnahme. Ich habe mich vom ersten Tag an willkommen und wertgeschätzt gefühlt, durch den Aufsichtsrat, die Vertreter sowie die Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Besonders hervorheben möchte ich dabei auch die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Mike Eichberg, dem technischen Vorstand. Dieses positive Gefühl aus den ersten Wochen begleitet mich bis heute. Es hat mir sehr deutlich gezeigt, wie viel Engagement, Erfahrung und Verbundenheit in dieser Genossenschaft vorhanden sind. Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, die Zukunft der WBG Zentrum als kaufmännischer Vorstand mitgestalten zu dürfen. Die vergangenen Monate haben bereits gezeigt, welches Potenzial in der Genossenschaft steckt und wie viel gemeinsam bewegt werden kann. Vor allem große und weitreichende Projekte brauchen Zeit. Im Jahr 2025 konnten wichtige Weichen für die Zukunft unserer Genossenschaft gestellt werden. Ein Gespräch mit den Vorständen Monique Schernell und Mike Eichberg über Vertrauen, Entscheidungen mit Strahlkraft und das Potenzial, sich neu zu erfinden.
Mike Eichberg: Wir konnten 2025 einen tiefgreifenden Veränderungsprozess anschieben und erste wichtige Schritte gehen, um unsere Genossenschaft neu auszurichten. Hier gilt es, alle mitzunehmen und das fängt schon mit der Kommunikation untereinander an. Und dann war natürlich der Beschluss von Vertreterversammlung und Aufsichtsrat, Monique Schernell zum kaufmännischen Vorstand zu bestellen, von großer Bedeutung. Es war eine grundlegende Entscheidung und diese hat Strahlkraft. Ich empfinde es als großes Glück für uns und die Genossenschaft, dass wir uns auf Anhieb gut verstanden haben und bei vielen Dingen eine Sprache sprechen. Wir bilden eine Einheit, was insbesondere auf der Vorstandsebene essentiell ist.